Samstag, 25. Mai 15:36 – Montag, 27. Mai 10:55

volle Distanz: 291.59 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 6.72 km/h
Gesamtzeit: 19:18:45
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Das Logbuch schreibt dazu:

Tagesbericht, Montag 27.05.2013 Mittagsposition: 50° 10‘ N λ 000° 52,5‘ W<

Liebe Freunde der weißen Segel, bei weiterhin kühlen 10 Grad und südlichen Winden mit Stärke 5 stand der Tag heute im Zeichen des Sailtrainings. Bei Sonnenschein wurde um 9.20 Uhr die erste Wende über Backbord durch die Kapitäns-Wache gefahren. Ein Wehrmutstropfen war allerdings, dass die Großuntermars wegen eines Risses nicht zum Einsatz kommen konnte.
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Dank Bernie und Martin war der Riss schnell geflickt. Somit konnte die 0-4 Wache bei ihrer Wende alle Segel einsetzen. Die Wende wurde in Rekordzeit (16 Minuten) durchgeführt. Jetzt befinden wir uns wieder auf dem direkten Weg nach Edinburgh. Für die Prüflinge hieß es heute noch einmal einen letzten Blick in die Bücher zu werfen, da für morgen um 08.00 Uhr die Prüfung angesetzt ist.

Es grüßen Euch Jens, Ebba, Martina und die restlichen Tampenreißer

Das Logbuch schreibt:

Tagesbericht, Samstag 25.05.2013
Mittagsposition: 55°51,3′ N 003°03,3′ E

Liebe Freunde der ALEX-2,

nachdem uns gestern der Unterwasserbesan stetig nach Norden trug, konnten wir heute Nacht am 01:00 Uhr Segel setzen und ab 02:00 Uhr segeln. Die herrliche Ruhe im Schiff förderte die Schlaftiefe der Freiwache. Wir liefen stetig mit Wind 5 Bft. aus NNW und max. 8,5 Kn auf westlichem Kurs, bis uns eine Bohrinsel unbarmherzig den Weg versperrte. Morgens war es noch stark bewölkt, die ALEX-2 krängte heftig in der Altdünung und mit 8°C war es nicht unbedingt warm.

Neben der üblichen Bordroutine trainierte die 4-8 Wache das Abbergen aus dem Rigg und zur Festigung des bis heute neu Erlernten fand ein Wettbewerb im Stoppersetzen statt. Der heutige Rekord liegt bei 5,9 Sekunden, könnte aber von der 8-12 Wache noch eingestellt werden. Nachmittags kam die Sonne heraus, die Dünung nahm ab und so wurde es ein herrlicher Segeltag mit gleichmäßigem Wind.

Die Fussballbegeisterten fingen mittags an, sich Gedanken um die Übertragunsmöglichkeiten des heutigen Endspiels der Championsleague zu machen. Inzwischen liegen einige Meter Kabel Richtung Messe, nur der geeignete Radiosender muss wohl noch gefunden werden. Sollten wir auf BBC zurückgreifen müssen, wäre dies eine weitere Lektion für den an Bord stattfindenden Englischunterricht.

Sowohl gestern als auch heute hatte ein Crewmitglied Geburtstag und unsere engagierten Smuts werden des Kuchenbackens nicht müde – so wie sie uns nach Leibeskräften mit viel Herz verwöhnen.

Wir werden unsere Reise in Richtung englischer Küste fortsetzen, den Wind so gut wie möglich nutzen und hoffen, dass Rasmus uns weiterhin wohl gesonnen bleibt.

Es grüßen Euch aus dem Reich der Nordseeölgewinnung
Jens, Ulrike und Crew

21.05.13 11:55Reges Treiben im Hafen: am Dienstag Vormittag wurde ein neues Bereitschaftsboot geliefert und fand auf unserem Poopdeck Platz (Haha – Poopdeck!), die Wassertanks wurden befüllt, und jede Menge Proviant an Bord geholt und verstaut. Währenddessen wurde unsere Gruppe eingewiesen, um noch vor Verlassen des sicheren Hafenbeckens ein erstes Mal ins Rigg klettern zu können.

Gerade als ich loslegen wollte, fuhr hinter mir an Land ein Lieferwagen über unsere Schläuche, zog eine Kupplung hinter sich her und riss das Standrohr so weit aus dem Hafenhydranten, daß sich etliche Kubikmeter Wasser am Kai verteilten, anstatt in unseren Tanks.

Trainee Markus, der eben noch damit beschäftigt war, Proviant zur Gangway zu schleppen, hastete eilig zum schief stehenden Standrohr und versuchte das Problem in den Griff zu bekommen. Das gelang ihm allerdings nur mäßig und als er wieder zum Schiff aufschaute, kam der bereits erwarterte Satz: „Komma runter – Du bist doch bei der Feuerwehr!“

Also bin ich die Gangway hinunter, zum Hydranten gewetzt und gerade als ich über dem Standrohr feststellen durfte, daß die Klauenmutter noch nicht gänzlich herausgerissen war, dachte ich: „irgendwo muss doch der Schieber zum Abdrehen sein…“. Dann hat es WOOOOSH gemacht und mein Kopf verschwand in einer Fontäne …
Hafen
Es dauerte einen Moment, ehe Daniel dann grinsend mit dem Schieber von Bord kam und meinte „Warum wartest Du denn nicht, bis ich das Wasser abgedreht habe?“ Nun denn – auf jeden Fall hat mein Ölzeug schon mal eine Dichtigkeitsprüfung von Kopf Hals bis Fuß bestanden.

Anschließend, als es dann noch in die Takelage ging, habe ich mir Jacke und Hose beim Übersteigen auf die Raa nochmal ordentlich mit Schmiere eingesaut, so daß ich jetzt nicht mehr auf 3 Meilen Entfernung als erfahrungsloser Trainee mit brandneuen Klamotten erkannt werde … oder aber auch einfach als trotteliger Dreckspatz? Hmmm…

Wie geplant, haben wir zur Mittagszeit zwar die Schleuse passiert und uns wegen ungünstigem Wind nur per Motorkraft auf den Weg nach Grimsby gemacht. Aber es wurde recht schnell klar, weshalb Kapitän Jens am Vorabend eher ausweichend auf die Frage nach der Wettervorhersage geantwortet hat. Ein Auszug aus dem Logbuch:

Das Wetter zeigte sich nach dem schönen Pfingstwochenende nicht gerade von seiner besten Seite. Es war trüb und fing an zu nieseln und der Wind konnte sich zu keinem Tun entscheiden. Gegen 17:00 Uhr setzte Nebel ein. Zu gleicher Zeit empfingen wir die Wettervorhersage für die nächsten 36 Stunden und die verhieß für das Seegebiet Nordsee nichts Gutes: Wind 8 Bft mit schweren Schauerböen aus NW, dazu Wellenhöhen von 4 Metern, also für unseren Kurs direkt von vorne.

Um unserer noch ungeübten Mannschaft einen solchen Ritt zu ersparen, änderten wir den Kurs Richtung Jade, wo wir auf der Voslapp Reede vor Anker gingen, um so den Tiefausläufer abzuwettern. An Bord herrscht gute Stimmung und wir hoffen, morgen unter besseren Bedingungen unsere Reise fortsetzen zu können, um unser erstes Etappenziel Grimsby vielleicht doch noch erreichen zu können.

Position 21.5.2013 21:00 Uhr: 53° 35,1 ‘N 008°10,5′ E

Sturmwarnung des DWD

… und jetzt bitte ich Philipp, die Melodie von Game of Thrones zu summen.
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Dank des arbeitsfreien Pfingstmontags liegen wir weiterhin im Hafen – der Plan sieht vor, die Schleuse am Dienstag Mittag zu passieren.

Insofern ist bisher noch nichts Aufregendes passiert: um 22:00 sind wir noch einmal von Bord gegangen und haben uns in das Nachtleben von Bremerhaven gestürzt. Soll heissen: vom Hafen durch die menschenleere Fußgängerzone getapert und im möglicherweise letzten, geöffneten Laden Tapas gefuttert und ein … Wasser getrunken.

Allerdings auch nicht allzu lange, da manch einer bereits um 0:00 mit seiner ersten Wache starten musste. Ratet mal, in welcher ich bin …

Richtig! In der 0-4’er Wache, wie auch alle anderen 3 (in Worten: drei) Teilnehmer des Englischkurses. Und damit die Unterrichtszeiten nicht mit der Bordwache kollidieren, wurden wir für die Schicht von 0:00 – 04:00 Uhr und von 12:00 – 16:00 Uhr eingeteilt. Nun denn …
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Ich habe also meine erste Nachtwache hinter mir, werde jetzt nochmal ein, zwei Stündchen schlafen und mich dann zum Frühstück wecken lassen. Heut soll es zwar ein wenig stressig werden, aber im Gegenzug soll sich das Wetter den Tag über noch ganz gut halten. Zumindest war das die Antwort von Kapitän Jens, als ich ihn zu den Prognosen befragt habe – seine Betonung lag allerdings auf dem noch

Is‘ dat aufregend!

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Duty Mess

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Das bekomme ich hin!

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Muss das Eisbein wieder zurück in den Rucksack – schade! Halber Hahn geht aber, oder?

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Nordseereport Spezial - Mit der Alex nach Island In der Mediathek des NDRs ist die Sendung leider nicht mehr zu finden –
aber wer mir einen Kommentar hinterlässt, kann eine Kopie meines Mitschnitts bekommen.

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