Nach 2 Tagen habe ich mich an den Wachrythmus gewöhnt und durfte gestern ein paar Stunden länger schlafen, weil ich an Tag 3 zur Backschaft eingeteilt war (die netterweise nicht um 04:00 in der Früh beginnt). Backschaft bedeutet: für sämtliche Mahlzeiten aufdecken, Nachschlag servieren, abwaschen, Messe fegen und feudeln etc.

Habe mich an diesem Morgen recht fix in die Pantry verzogen und versucht, mich mit der zickigen Spülmaschine anzufreunden. Die wurde nämlich bereits von der Crew des letzten Törns provisorisch repariert und wir Backschafter hatten reichlich Bammel, daß sie den Dienst eventuell komplett einstellen würde – schließlich erwartete uns der tägliche Geschirrberg von 60 hungrigen Mäulern! Glücklicherweise hielt die Maschine aber einigermaßen durch, so daß ich lediglich die großen Bratbleche (Fischreste – hmmmm…) und andere, sperrige Gerätschaften aus der Kombüse mit der Hand spülen musste. Über die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in der Pantry will ich mich gar nicht beschweren: während ich in der Edelstahl-Sauna Spülhände bekam, wurde meine 4-8’er Wache an Deck von einem bösen Schauer heimgesucht. Das Unwetter hatte sich zwar bereits mit eindrucksvollen Blitzen am Horizont der offenen See angekündigt, aber insgeheim hatte man trotzdem noch Hoffnung, daß dieses Schlechtwettergebiet an einem vorbeiziehen würde… 

Am nächsten Morgen hat uns unser Toppsi René noch einen punktgenauen Gang auf die Raa des Vortopps ermöglicht, um die aufgehende Sonne mit frischer Brise im Gesicht und (Achtung!) fünf vorausschwimmenden Delphinen zu erleben. Mehr Kitsch geht kaum! 😁

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