Nachdem ich gestern auf ein Nachmittagsschläfchen zwischen den Wachen verzichtet habe, war heut morgen ein zweiter Weckversuch vonnöten (Danke, Ronja!), um grad noch rechtzeitig zum Wachwechsel um 08:00 an Deck zu sein.

Bei diesem Ritual finden sich beide ‚Mannschaften‘ vor der Brücke ein und die Topsi’s prüfen die Anwesenheit eines jeden einzelnen. Der Steuermann verliert dann ein paar Worten zur aktuellen Lage und ordnet anschließend an:

Verfang Roa und Uutkiek,
( übernimm Ruder und Ausguck )
Weg de Wach!

Und beide Wachen rufen sich dann jeweils zu:

Eins, zwei … Guude Wach!
Und wir dazu: Guude Ruh!

Zu Beginn des Törns haben sich die meisten dabei noch recht schüchtern verhalten, aber mittlerweile ist aus dem kurzen Gruß ein brachialer Schlachtruf geworden, der durchaus Schlafende unter Deck wecken könnte.

Ich begann die Wache also noch recht unausgeschlafen und hatte dank irreparablem Brillenschaden nur begrenzte Fernsicht (als die Alex mal wieder von einer Welle erfasst wurde, fiel ich in der Kammer gegen meine Koje und zerdrückte meine umgehängte Brille). Beste Vorraussetzungen, um wie blöde mit der Hand zu wedeln, als unser Toppsi Sternie für ein spontanes Manöver Freiwillige auf der Raa des Großroyalsegels benötigte. Also mit Roland ab in die Wanden und nach oben. Zu meiner eigenen Überraschung war der Ausflug in den Klettergarten gar nicht so schlimm wie befürchtet, denn auf meinem ersten Törn war bereits an der zweiten Saling Schluss. Whoah! Watt ne geile Aussicht!!!

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