Nach 2 Tagen habe ich mich an den Wachrythmus gewöhnt und durfte gestern ein paar Stunden länger schlafen, weil ich an Tag 3 zur Backschaft eingeteilt war (die netterweise nicht um 04:00 in der Früh beginnt). Backschaft bedeutet: für sämtliche Mahlzeiten aufdecken, Nachschlag servieren, abwaschen, Messe fegen und feudeln etc.

Habe mich an diesem Morgen recht fix in die Pantry verzogen und versucht, mich mit der zickigen Spülmaschine anzufreunden. Die wurde nämlich bereits von der Crew des letzten Törns provisorisch repariert und wir Backschafter hatten reichlich Bammel, daß sie den Dienst eventuell komplett einstellen würde – schließlich erwartete uns der tägliche Geschirrberg von 60 hungrigen Mäulern! Glücklicherweise hielt die Maschine aber einigermaßen durch, so daß ich lediglich die großen Bratbleche (Fischreste – hmmmm…) und andere, sperrige Gerätschaften aus der Kombüse mit der Hand spülen musste. Über die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in der Pantry will ich mich gar nicht beschweren: während ich in der Edelstahl-Sauna Spülhände bekam, wurde meine 4-8’er Wache an Deck von einem bösen Schauer heimgesucht. Das Unwetter hatte sich zwar bereits mit eindrucksvollen Blitzen am Horizont der offenen See angekündigt, aber insgeheim hatte man trotzdem noch Hoffnung, daß dieses Schlechtwettergebiet an einem vorbeiziehen würde… 

Am nächsten Morgen hat uns unser Toppsi René noch einen punktgenauen Gang auf die Raa des Vortopps ermöglicht, um die aufgehende Sonne mit frischer Brise im Gesicht und (Achtung!) fünf vorausschwimmenden Delphinen zu erleben. Mehr Kitsch geht kaum! 😁

Geschafft! In der Nacht vor dem Abflug nicht auf der Couch eingeratzt, sondern fleißig gepackt, Ausweis und Meilen-Nachweis gesucht (und gefunden ;)) und mit Sack und Pack um 5:45 am Flughafen ausgestiegen – yeah! ✊ 
Am Check-In noch die 3 anderen Mädels getroffen, pünktlich um 6:45 gestartet und unmittelbar, nachdem sich die Maschine in die normale Lage gebracht hat, eingeschlafen.

Italien! Was soll ich sagen? Ich hatte nicht erwartet, daß sämtliche Klischees erfüllt werden: die Italiener haben einen un-glaub-lich-en Fahrstil, gestikulieren beim Telefonieren wie wild, als würden sie ihrer Angebeteten einen Antrag machen (selbst, wenn sie gerade auf einer Vespa sitzen), sind nachmittags nicht nur arbeitsscheu, sondern wirklich wie vom Erdboden verschluckt (wofür ich aber vollstes Verständnis habe: 30° und kein Lüftchen), servieren nach dem „Sonnelino“ aber wieder sehr leckeren Weisswein zur Büffelmorzarellapizza und kochen – ich übertreibe nicht – den besten Espresso ever!!! Holy Shit!
Haben nach der Ankunft diverse Fussmärsche in der Altstadt abgerissen, weil die anderen 3 Mädels aus dem selben Flieger teilweise erst viel später in Ihren Unterkünften einchecken konnten (und wir das Gepäck deshalb von Pontius zu Pilatius geschleppt und zwischengelagert haben). War ich froh, als ich endlich in kurze Shorts und ein neues T-Shirt schlüpfen konnte… puh! 😳
Nicht nur im Vergleich zu den Damen dürfte ich aber mit Abstand das beste Plätzchen erwischt haben: 

Bed&Breakfast im 1.OG eines total  unscheinbaren Wohnblocks, in dem ich bereits um 11:00 Uhr (ha!) den Schlüssel bekam. Einzelzimmer mit eigenem Bad, Klima, TV, WLAN und den ganzen Tüdelüt für grad mal 38€. Und das, obwohl diese hochwertig renovierte Etage aussieht, wie erst neulich  eingeweiht: 

http://www.ledimore.com/de

Großes Dankeschön an Marcel, dem alten Booking-King! Habe absolut nicht mit solch einem Glücksgriff gerechnet, als ich unten an der Straße auf das schrabbelige Klingeltableaut geguckt habe… 😀
Mit Glück finde ich an Bord noch jemanden, der sich mit mir das (letzte, freie) Doppelzimmer für die 2 Nächte nach dem Törn teilt…
Werde nochmal im luxuriösen Bad duschen und zu einem letzten, ausgiebigen Schlaf im Einzelbett für die nächsten 2 Wochen ansetzen.

Vorher

nachher

© http://motherboard.vice.com

Der Technical Rider des 31C3

This is Türtris #31c3

A photo posted by davednb (@davednb) on

3D Sandkasten mit Projektor




And it's done. Monty python playing. #31C3 #ccc #flipdot #montypython

A photo posted by Patrik (@dysterfyr) on





Sehenswerte Vorträge:

34C3?

Was lange währt, wird gut – hier nun endlich der genaue Törnverlauf auf Basis der AIS-Daten. Aus unerfindlichen Gründen stellt das Web-Diagramm zwar Spitzenwerte von 26 Knoten im Storebælt und Kattegat dar, das GPX-File enthält aber korrekte Daten. Lediglich die Uhrzeit weicht um 2 Stunden von der tatsächlichen Bordzeit ab – bisher konnte ich leider kein ordentliches Tool finden, welches diesen Fehler in einem Rutsch an 2688 Stellen korrigiert.
Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne in den Kommentaren entgegen.

Törn 14314 (JPEG, 1.7 MB)

Törn 14314 (JPEG, 1.7 MB)

GPX File (0.7 MB)

GPX File (0.7 MB)

Read More →

20140907_085200
image

110 Ledig

20140903_194532

image

… bin ich auf dem Sonnendeck!
Bin ich, bin ich, bin ich, …

image

20140902_154849